Patrick Rudin kam im Alter von 15 Jahren mit dem Gesellschaftstanz in Berührung: Wie viele andere ging er in die Kurse einer Standard- und Lateinschule und lernte Foxtrott, Rumba und die anderen Tänze des Welttanzprogrammes. Die Begeisterung war gross, doch irgendwie war ihm die Atmosphäre der Tanzanlässe etwas zu steif. Als schliesslich der Bronzetestkurs vor der Türe stand, hörte er vorübergehend mit dem Tanzen auf: An Turnieren hatte er kein Interesse, und es gab damals schlichtweg zuwenig Möglichkeiten, um in Basel Tanzen zu gehen.
Ende zwanzig (das war Ende der 90er Jahre) nahm er erneut einige Anläufe und gab auch Tanzkurse im Jugendzentrum E9. Allerdings war es frustrierend, den begeisterten Tanzschülern erklären zu müssen, dass sie in Basel kaum Tanzmöglichkeiten haben. Er wirkte knapp zwei Jahre lang auch im "Albatros"-Team als DJ mit, dass damals in Basel Tanzanlässe für Standard und Latein organisierte.
Danach beschränkte er sich eine Weile auf Discofox, um die Musik der 1980er richtig geniessen zu können, empfand den Tanz aber immer als zuwenig fliessend. Erst sehr spät entdeckte er den modernen Salsa im Sommer 2006 bei Katherina und Luis und ging nebst den Kursen bis zu viermal in der Woche abends Salsa tanzen. Ihm gefallen die fliessenden und eleganten Bewegungen des Tanzes sowie die fröhliche Musik -- sowie die Tatsache, dass es in Basel eine grosse Szene gibt und daher genügend Tanzanlässe stattfinden.
Seit 2007 tanzt Patrick auch Tango, und im Jahr 2008 wurde dieses Hobby so stark, dass der Salsa etwas verdrängt wurde. Aber noch immer gehören regelmässige Salsa-Abende zum festen Bestandteil der Woche. Im Jahr 2009 startete Patrick seine eigene Milonga (so heissen im Tango die Tanzveranstaltungen), und selbst da lässt er es sich nicht nehmen, gelegentlich einen Salsa zu spielen.
Patrick arbeitet seit elf Jahren als freier Journalist und unterrichtet nebenberuflich Salsa. Seit Jahren hat er sich intensiv mit verschiedenen Unterrichtsmethoden auseinandergesetzt. Sein Motto: Auf den Tanzpartner achten, den Rhythmus spüren und die Dinge nicht unnötig verkomplizieren. Und weil alle Tanzschulen auf ihren Webseiten die Lieblingslieder der Tanzlehrer nennen, hier auch seines: Es ist "Amor y control" von Ruben Blades.
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